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STATION - Kaufhaus Karstadt

An der Stelle des heutigen Kaufhauses Karstadt befand sich das Kaufhaus der Geschwister Knopf. Es war eines der ältesten, jüdischen Kaufhäuser der Stadt. Es wurde am 3. September 1938 „arisiert“ und ging in den Besitz von Friedrich Hölscher über. Für die jüdischen Beschäftigten führte dies zur Kündigung und meist in die Arbeitslosigkeit.

 
Kaufhaus Karstadt

„Dem jüdischen bisherigen Chef der Versandabteilung Sally Reiss (1876 – 1946) musste die Firma Knopf zum Datum der Übernahme des Betriebes durch Hölscher kündigen, wobei der Entlassungsgrund (‚durch die Zeitverhältnisse bedingt’) für sich spricht.“ (1)

In der Tageszeitung warben die neuen Besitzer damit, dass dieses Kaufhaus nun „judenfrei“ sei.

Neben den großen Warenhäusern und Banken wurden in den Jahren 1937 - 1938 auch viele kleinere Geschäfte und Betriebe „arisiert“.

Gauleiter Wagner vermeldete Anfang 1939 in der NS-Zeitung ‚Der Führer’: „Die Geschäftsstraßen Karlsruhes sind von nun an judenfrei.“ (2)

 

(1) Werner, Josef: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich.
Reihe: Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs. Bd. 9. Karlsruhe 1988, S. 166
(2) vgl.: Der Führer vom 1. Januar 1939

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