STATION - Bankhaus Veit L. Homburger, Karlstraße 11

Bankhaus Veit L. Homburger, Karlstraße 11

Hier befand sich das 1854 gegründete jüdische Bankhaus von Veit L. Homburger. Die Jugendstilfassade des von den jüdischen Architekten Robert Curjel und Karl Moser 1911 erbauten Bankhauses wurde bis heute kaum verändert. Das ehemalige Eingangstor, eine geschmiedete Jugendstilarbeit, kann im Badischen Landesmuseum besichtigt werden.

Diese größte von vier jüdischen Karlsruher Privatbanken war 1933 im Besitz von Dr. Paul Homburger und Dr. Viktor Homburger. Der Kampf der Nazis gegen die Juden auch in der Wirtschaft führte dazu, dass die jüdischen Banken reihenweise bankrottgingen. Gesetzliche Einschränkungen für ihre Bankgeschäfte und die Auflösung, bzw. „Arisierung“ jüdischer Geschäfte, entzogen ihnen die Handelsgrundlage.

So musste auch das Bankhaus Homburger, dessen Inneneinrichtung bereits während der Reichspogromnacht stark zerstört wurde, am 1. Januar 1939 in Konkurs gehen.

Das markante Gebäude Ecke Karl- und Akademiestraße wurde von der Badischen Kommunalen Landesbank zum Preis von 260.000 Reichsmark erworben. Heute befindet sich in dem Gebäude im Erdgeschoss ein italienisches Lokal.

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