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STATION - Arbeiterbildungsverein, Wilhelmstraße 14

Das Haus entstand als Vereinshaus des Arbeitervereins (später Volksbildungsvereins). Es wurde 1865 eingeweiht und für Kultur- und Bildungsarbeit genutzt. Es ist eines der ältesten Häuser in der Südstadt. Im Oktober 1938 wurde der Arbeiterbildungsverein vom zuständigen Gauschulungsamt im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung seiner Bildungsarbeit enthoben und in „Chorgemeinschaft Konradin Kreutzer“ umbenannt. Einziger Vereinszweck war fortan die „Pflege des deutschen Liedes“.

 
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Bei den Bombenangriffen 1944 kamen die Wilhelmstraße 14, nun das Haus des Konradin-Kreutzer-Bundes, und das Nachbarhaus Nr. 12, relativ unbeschadet davon. Beide Gebäude dienten nach Kriegsende als Unterkünfte für polnische Zwangsarbeiter und französische Soldaten. Da viele Kirchen zerstört waren, diente das Haus Nr. 14 auch als Kirchenersatz für Gottesdienste.

1950 wurde die Wilhelmstraße Nr. 14 noch einmal grundlegend umgebaut und saniert. Noch während der Bauarbeiten 1951 gründete sich dort das Theater „Die Insel“. 1965 wurde das Gebäude vom Bund an die Stadt verkauft, die es 1982 an das Wohnungsunternehmen Volkswohnung veräußerte. Bis 2004 war das Kindertheater „Bluemix“ in der Wilhelmstraße 14 untergebracht.

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