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CHRONIK - Karlsruhe

Chronologie Karlsruher Ereignisse der NS-Zeit.

Sie können auf die nachfolgenden Jahreszahlen klicken, um direkt in ein bestimmtes Jahr zu gelangen:

1922

 

21. Juli

Verbot der NSDAP in Baden aufgrund des Gesetzes zum „Schutz der Republik“.

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1925

 

Neugründung der NSDAP auf Reichsebene. Die Partei, die zum Zeitpunkt ihres Verbotes etwa 55.000 Mitglieder hatte, erhält sich aber bis zu ihrer Wiederzulassung im Februar 1925 in verschiedenen anderen Organisationen.

25. März

Robert Wagner, nach seiner Verurteilung zu 15 Monaten Festungshaft wegen Beteiligung am Hitlerputsch 1923 seit Ende 1924 in Baden tätig, ruft die Vertreter aller in Baden bestehenden nationalsozialistischen Gruppen zu einer Versammlung Karlsruhe und gründet den „Gau Baden“ der NSDAP.

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1927

 

1. November

Das Hauptorgan der NSDAP im Gau Baden, „Der Führer“, erscheint in Karlsruhe.

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1928

 

Die NSDAP in Karlsruhe zählt ca. 290 Mitglieder.

3. März

Adolf Hitler hält in der Festhalle in Karlsruhe vor etwa 3000 Zuhörern, zum Teil Parteimitgliedern aus dem weiteren Umkreis in Baden und der Pfalz, eine zweistündige Rede über „Tageskampf und Weltanschauung." Neben Hitler sprechen der Propagandaredner Werner Studentkowski und Elsbeth Zander, die Leiterin des Deutschen Frauenordens (DFO), der 1926 als Frauenorganisation der Partei anerkannt und 1928 in die NSDAP aufgenommen wurde.

20. Mai

Bei der Reichstagswahl erhält die NSDAP in Karlsruhe 3,1 Prozent und damit 0,5 Prozent mehr als im gesamten Reich.

Ab August

Die Versammlungen der NSDAP werden stärker besucht. Fast jede Woche finden öffentliche Versammlungen statt, die im Schnitt von 200 bis 300 Personen besucht werden.

21. September

Eine Ortsgruppe des Deutschen Frauenordens wird in Karlsruhe gegründet.

Oktober

Angehörige der SA brechen die Schaukästen des „Badischen Beobachters“ auf, um dort NS-Flugblätter aufzuhängen. Anwesende Polizisten schauen tatenlos zu.

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1929

 

Gründung der HJ (Hitlerjugend) in Karlsruhe.

27. Oktober

Die NSDAP erhält bei der Landtagswahl 7 Prozent der Stimmen und zieht damit erstmals in den Badischen Landtag ein.

21. November

Der Badische Landtag wählt ein Koalitionskabinett von Zentrum und SPD.

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1930

 

Gründung des BDM (Bund Deutscher Mädel) in Karlsruhe Die NSDAP in Karlsruhe zählt ca. 1000 Mitglieder.

14. September

In Karlsruhe wird die NSDAP mit 26 Prozent stärkste Partei und liegt mit fast 8 Prozent über dem Reichsergebnis.

NSDAP: 26,0% (Stimmenanteil Karlsruhe), 18,3% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

SPD: 24,2% (Stimmenanteil Karlsruhe), 24,5% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

Zentrum: 16,5% (Stimmenanteil Karlsruhe), 11,8% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

DVP: 10,7% (Stimmenanteil Karlsruhe), 4,5% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

KPD: 9,7% (Stimmenanteil Karlsruhe), 13,1% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

DNVP: 2,7% (Stimmenanteil Karlsruhe), 7,0% (Stimmenanteil Deutsches Reich)

16. November

Nach den Wahlen zum Bürgerausschuss stellt die NSDAP mit 28 von 84 Abgeordneten die stärkste Fraktion im Karlsruher Rathaus.

8. Dezember

Der Bürgerausschuss wählt den Stadtrat. Dort ist die NSDAP mit 8 von 24 Stadträten die stärkste Gruppe.

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1932

 

14. April

Der badische Innenminister Emil Maier (SPD) verbietet die SA in Baden.

16. Juni

Nach der Aufhebung des SA-Verbots durch die Reichsregierung erlässt die badische Landesregierung ein Uniformverbot, auch dies wird durch Notverordnung des Reichspräsidenten vom 28. Juni wieder aufgehoben. Willi Worch wird NSDAP-Kreisleiter von Karlsruhe und bleibt es bis 1944.

1. November

Hitler spricht in Karlsruhe auf einer Wiese in der Daxlanderstraße in einem eigens aufgestellten riesigen Zelt. Laut der Zeitung „Der Führer“ vor 40.000 Menschen.

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1933

 

Bereits im Laufe des Jahres 1933, dem ersten Jahr der nationalsozialistischen Herrschaft, werden in Karlsruhe insgesamt dreiundzwanzig Beamte, zwölf Angestellte und achtundachtzig Arbeiter aus dem städtischen Dienst entlassen und ein sogenannter „nicht-arischer“ Beamter in den Ruhestand versetzt.

30. Januar

Karlsruher NSDAP-Anhänger organisieren aus Anlass der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler einen Fackelzug durch die Stadt.

5. Februar

Im Anschluss an eine Demonstration von SPD und Eiserner Front gegen die NSDAP und andere rechtsgerichtete Kräfte kommt es auf dem Markplatz, der Kaiser- und der Kreuzstraße zu Schlägereien.

bis zum 16. Februar

werden vom Reichsinnenminister Wilhelm Frick allein in Baden 16 Verbote gegen nicht-nationalsozialistische Zeitungen ausgesprochen, u.a. gegen den „Badischen Beobachter“ (Zentrum) und den „Volksfreund“ (SPD).

4. März

Auf dem Schlossplatz versammeln sich 3000 bis 4000 Menschen zu einem Schlussappell der Parteien und Verbände, die die Hitler-Regierung unterstützen.

5. März

Reichstagsneuwahlen - die NSDAP erhält 43,9 Prozent. Das Ziel der absoluten Mehrheit in Baden und der Landeshauptstadt wird nicht erreicht.

Ergebnisse Karlsruhe bei einer Wahlbeteiligung von 88 Prozent

NSDAP: 45.089 Stimmen

SPD: 17.886 Stimmen

KPD: 9.620 Stimmen

Bad. Zentrumspartei: 17.032 Stimmen

Kampffront Schwarz-Weiß-Rot: 5.351 Stimmen

Deutsche Volkspartei: 1.721 Stimmen

Evangelischer Volksdienst: 1.543 Stimmen

Deutsche Staatspartei: 1.821 Stimmen

Deutsche Bauernpartei: 28 Stimmen

Bauern- und Weingärtnerverband: 11 Stimmen

Sozialistische Kampfgemeinschaft: 18 Stimmen

9. März

Robert Wagner (Reichskommissar in Baden) trifft in Karlsruhe ein. SA und SS marschieren am Schlossplatz auf und besetzen den Landtag und die Ministerien. Die badische Regierung protestiert gegen die Einsetzung des Reichskommissars Robert Wagner (NSDAP) und legt Rechtsmittel beim Staatsgerichtshof ein.

10. März

Beurlaubung und Schutzhaft für hohe Polizeioffiziere des alten Systems. Neuer Polizeipräsident wird SA-Ortsgruppenführer Hanns Elard Ludin. Sally Grünebaum, Redakteur des „Volksfreund“, und Ludwig Marum, Reichstagsabgeordneter der SPD, werden in „Schutzhaft“ genommen. Das Gebäude des „Volksfreund“ in der Waldstraße wird besetzt. Im Volkshaus in der Schützenstraße, wo die Gewerkschaften, die SPD, das Reichsbanner und andere Arbeiterorganisationen ihre Büros hatten, werden die Scheiben eingeschlagen und Hakenkreuzfahnen gehisst. Wer immer sich dort aufhält, wird in das Polizeipräsidium am Marktplatz verschleppt.

11. März

Lilli Fischel, seit 1927 amtierende Leiterin der Kunsthalle, wird wegen ihrer jüdischen Abstammung zunächst beurlaubt und dann entlassen. Der Reichskommissar Robert Wagner übernimmt die Macht in Baden, die bisherige Regierung tritt zurück.

17. März

Unter einem Vorwand werden viele bisher noch nicht verhaftete kommunistische und sozialdemokratische Reichs- und Landtagsabgeordnete, aber auch Mitglieder des Zentrums, in Baden in „Schutzhaft“ genommen. Dies betrifft in Karlsruhe ca. hundert Personen. Sämtliche Druckschriften und alle Jugendverbände dieser Parteien werden verboten und ihre Räumlichkeiten geschlossen.

20. März

Dem Oberbürgermeister Julius Finter (DDP) und den drei Bürgermeistern in Karlsruhe werden nationalsozialistische Kommissare als Aufsicht zugeordnet.

21. März

Die Reichstagseröffnung in der Potsdamer Garnisonskirche wird auf dem Marktplatz in Karlsruhe per Lautsprecher übertragen. Nach Angaben der Tagespresse nehmen etwa 100.000 Menschen an einer Kundgebung teil.

24. März

Auf Antrag der NSDAP-Abgeordneten beschließt der Stadtrat u.a. einen Ausschluss der jüdischen Unternehmer von städtischen Aufträgen.

30. März

Der Stadtrat beschließt mehrheitlich, dass städtische Beamte, Angestellte und Arbeiter nicht mehr der KPD und SPD zugehören dürfen. Die Presse berichtet von zahlreichen Ausschreitungen gegen jüdische Geschäfte in den vorangegangenen Tagen.

1. April

Jüdische Geschäfte werden boykottiert und mit einem gelben Fleck auf schwarzem Grund markiert. Parteimitglieder werden aufgefordert, Boykottbrecher zu fotografieren. Die nationalsozialistische „Säuberung“ der städtischen und staatlichen Stellen geht weiter, so werden z. B. Ministerialrat Frech und Prof. Graf, Mitglieder des Zentrums, aus ihren Ämtern entfernt. Der Landtagsabgeordnete des Zentrums, Anton Hilbert, wird wegen „Führerbeschimpfung“ verhaftet.

4. April

Arbeitsverbot für jüdische Beamte, Angestellte und Arbeiter bei allen städtischen Ämtern, aufgrund des Erlasses des „Reichsgesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums.“

20. April

In Karlsruhe wird aus Anlass von Hitlers Geburtstag auf dem Schlossplatz die sogenannte „Hitlerlinde“ gepflanzt.

1. Mai

Zur Feier des sogenannten „Tages der deutschen Arbeit“ versammeln sich ca. 80.000 Anhänger der Nationalsozialisten zu einer Veranstaltung mit Robert Wagner auf dem Schlossplatz.

2. Mai

Die Räume der nun verbotenen Gewerkschaften werden besetzt und ihr Vermögen beschlagnahmt. Die SA besetzt das Haus des Metallarbeiterverbandes in der Lammstraße, das Haus des Zentralverbandes der Angestellten, Gartenstr. 25, und das Volkshaus, Schützenstr. 16. Zahlreiche Personen werden verhaftet.

6. Mai

Der Verlag Der Führer übernimmt Druckerei und Verlagsgebäude der SPD-Zeitung „Volksfreund“ in der Waldstraße.

6./7. Mai

Die Hitlerjugend trifft sich im Hochschulstadion (ca. 30.000 Teilnehmer). Reichsjugendführer Baldur von Schirach hält eine Ansprache. Zahlreiche andere Massenveranstaltungen folgen.

8. Mai

Der Karlsruher Oberbürgermeister und seine drei Bürgermeister werden abgesetzt.

9./10. Mai

In Karlsruhe tritt der neue Stadtrat zu seiner ersten Sitzung zusammen und ernennt Adolf Hitler, Robert Wagner und Walter Köhler zu Ehrenbürgern. Viele Plätze und Straßen werden umbenannt, z. B. Marktplatz in Adolf-Hitler-Platz, Gottesauer Platz in Hermann-Göring-Platz, Durlacher Allee in Robert-Wagner-Allee.

11. Mai

In Karlsruhe finden erste Probealarm- und Verdunkelungsmaßnahmen als Luftschutzübungen statt.

16. Mai

Schaufahrt mit sieben verhafteten Sozialdemokraten (Remmele, Marum, Grünebaum, Sammet, Heller, Furrer, Stenz) vom Landesgefängnis durch Karlsruhe ins KZ nach Kislau bei Bruchsal. Der Transport war zuvor durch Flugblätter bekanntgegeben worden. Tausende beteiligen sich, die die Verhafteten bei ihrem Erscheinen gegen 11 Uhr mit Pfiffen und Pfui-Rufen empfangen. Die Verhafteten werden u.a. durch das Singen von „Das Wandern ist des Müllers Lust“ verhöhnt, das auch von einer Musikkapelle gespielt wird. Der Müllerssohn Adam Remmele, 1877 geboren, ist gelernter Müller und als Geselle mehrere Jahre auf Wanderschaft gewesen.

18. Mai

Der Bürgerausschuss wählt Adolf Friedrich Jäger zum neuen Oberbürgermeister. Die SPD nimmt aus Protest über ihren Ausschluss aus den gemeinderätlichen Kommissionen nicht an der Wahl teil.

9. Juni

Durch die Zustimmung zum badischen Ermächtigungsgesetz besiegelte der Landtag selbst seine endgültige Ausschaltung, mit 48 Stimmen der NSDAP, des Zentrums und der DNVP gegen 5 Stimmen derjenigen Sozialdemokraten, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht in „Schutzhaft“ befanden.

16. Juni

Verbot der „Badenwacht“ (Zeitung des Zentrums).

17. Juni

Bücherverbrennungen durch die Karlsruher HJ auf dem Schlossplatz im Rahmen einer nationalsozialistischen Sonnwendfeier. Die Bücher wurden zuvor in den Leihbüchereien und Buchhandlungen beschlagnahmt. Zu den Autorinnen und Autoren, deren Werke verbrannt und verboten wurden, zählen u.a. Bertolt Brecht, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky.

23. Juni

Mit dem Verbot der SPD sind deren Abgeordnete aus dem Bürgerausschuss entlassen, während die Abgeordneten der ebenfalls aufgelösten Zentrumspartei als „Hospitanten“ der NSDAP bis zur Aufhebung des Bürgerausschusses im Amt bleiben.

21. Oktober

August Dosenbach wird aufgrund des Verdachts, Flugblätter über die elsässische Grenze zu bringen, von der Gestapo in Maxau verhaftet und bei Knielingen erschossen.

2. November

Joseph Goebbels besucht Karlsruhe.

10. November

Hitler-Rede wird öffentlich über Rundfunk vor der Festhalle und vorm Rathaus übertragen. Zahlreiche Menschen sind vor Ort und hören der Übertragung zu.

11. November

Bei der „Reichstagswahl und Volksabstimmung für Frieden, Freiheit und Ehre" stimmen rund 90 Prozent der Karlsruher für Adolf Hitler.

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1934 (1)

 

23. Januar

Letzte Sitzung des Bürgerausschusses, der nach dem Gesetz vom 6. März 1934 aufgelöst wird.

17. März

Die Gestapo Karlsruhe meldet in ihrem „Lagebericht“ (2), dass die Hersteller und Verbreiter der Zeitung Trotz Alledem Rote Fahne gefasst worden seien. Sie wurde von Karlsruher Kommunisten bis November 1933 und dann, nach Verhaftungen, erneut 1934 herausgegeben. Die Zeitung berichtete über lokale Ereignisse und wertete für außenpolitische Berichte insbesondere Schweizer Zeitungen aus.

28./29. März

Ermordung Ludwig Marums im KZ Kislau. Sein Tod wird als Selbstmord ausgegeben.

30. März

Der neu formierte Stadtrat fasst den Beschluss, keine Aufträge mehr an jüdische Geschäfte zu vergeben.

1. April

Der reichsweite Boykott jüdischer Geschäfte wird in Karlsruhe im Auftrag der NSDAP-Kreisleitung von Standartenführer Lücke organisiert. Zitat aus dem Badischen Beobachter vom 2. April:
"Pünktlich um 10 Uhr zogen SA- und SS-Formationen mit den Inschriften "Kauft nicht bei Juden", "Meidet jüdische Ärzte", "Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten"; usw. durch die Straßen. Bereits wenige Minuten nach 10 Uhr war jedes jüdische Geschäft, jedes Warenhaus mit SA- oder SS-Doppelposten mit diesen Plakaten versehen. Vor jedem Haus, in dem ein jüdischer Rechtsanwalt sein Büro hat, stehen ebenfalls solche Posten. Sämtliche Karlsruher Warenhäuser und Einheitspreisläden und auch sonst fast alle übrigen jüdischen Einzelhandelsgeschäfte zogen es vor, um 10 Uhr zu schließen. Wo dies nicht der Fall war, erschienen SA-Leute mit Photoapparaten und hielten die trotz der jüdischen Greuelhetze dort kaufenden Personen im Bilde fest. Die Abwehraktion ist in Karlsruhe bisher vollkommen ruhig verlaufen. Zahlreiche SA- und SS-Leute patrouillieren durch die Straßen und sorgen dafür, daß die Abwehraktionen in den gesetzlichen Bahnen verlaufen“.

2. April

Im NS-Organ Der Führer erscheinen Anzeigen von Firmen wie die der Großschlächterei Nusshag & Söhne, die sich beeilen hervorzuheben, dass „an unserem Geschäftsbetrieb kein Jude auch nur mit einem Pfennig beteiligt ist“.

11. Juni

Friedrich Weick (ehem. SPD-Stadtverordneter) wird vom Sondergericht Mannheim zu zwei Jahren und acht Monaten Zuchthaus verurteilt, weil er den Vertrieb von aus dem Elsass eingeschmuggelten Zeitungen organisiert hat.

19. August

Die Volksabstimmung über die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitlers wird auch in Karlsruhe zu einem klaren Bekenntnis zum „Führer".

Oktober

Eine Gruppe von SPD-Widerstandskämpfern wird verhaftet. Das „Bannheim“ der Hitlerjugend wird in der Kriegsstr. 57 eingeweiht. Der Karlsruher Hausfrauenbund wird in die NS-Frauenschaft eingegliedert.

20. Dezember

Der ehemalige KPD-Stadtverordnete Gustav Kappler wird vom Oberlandesgericht Karlsruhe wegen „illegaler“ Widerstandstätigkeit für die KPD zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

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1935

 

August

Bereits vor dem Erlass des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 10. September über Erhebungen bezüglich der sogenannten „Rassezugehörigkeit“ an allen Schulen, betreibt das Stadtschulamt Karlsruhe die „Rassentrennung“ an den Karlsruher Schulen.
Schon am 1. Oktober sollen die 233 jüdischen Schülerinnen und Schüler der Karlsruher Volksschulen in einem eigenen Schulgebäude unterrichtet werden.

14. August

Im Karlsruher NS-Organ Der Führer erscheint ein mit „Judenknechte am Pranger“ betitelter Bericht. Sechs nicht-jüdische Karlsruher Firmen, deren Besitzerinnen und Besitzer den Mut hatten, am 29. Juli im Israelitischen Gemeindeblatt zu inserieren, werden namentlich und mit Adresse genannt, mit folgendem Text:
„Wir bringen die Liste dieser Firmen keineswegs, um zum Boykott dieser Geschäfte aufzufordern. Wir stellen nur fest, daß diese Firmen durch ihre Werbung im ‚Israelitischen Gemeindeblatt’ zum Ausdruck bringen, daß sie großen Wert auf jüdische Kundschaft legen, so daß der deutschbewußte Käufer bei ihnen möglicherweise zahlreichen Juden begegnet. Bei dem im ganzen deutschen Volke nun immer deutlicher zum Bewußtsein kommenden rassischen Sauberkeitsempfinden und dem klaren Wunsch nach reinlicher Scheidung, der immer stärker auch in der Karlsruher Bevölkerung sich durchsetzt, scheint uns dieser Hinweis notwendig, um unseren deutschbewußten Lesern Unannehmlichkeiten zu ersparen.“

29. Oktober

Nach Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht rücken die ersten Rekruten in Karlsruher Kasernen ein.

Dezember

In ihren Lageberichten vom Dezember 1935 und Januar 1936 erwähnt die Gestapo erneut die Zeitung Trotz Alledem Rote Fahne, die jetzt in Linkenheim hergestellt wird. Es sind keine Berichte derjenigen überliefert, die die Zeitung im Untergrund hergestellt, gedruckt und verteilt haben.

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1936

 

7. März

Einmarsch deutscher Truppen in Karlsruhe, das bisher zur neutralen Zone gehörte.

12. März

Hitler spricht in Karlsruhe vor 60.000 Zuhörern und eröffnet damit seine Wahlkampfreise für die Reichstagswahl am 29. März.

26. März

Göring, der bei seiner Ankunft in und Fahrt durch Karlsruhe von der Bevölkerung bejubelt wird, spricht in der Markthalle.

29. März

Reichstagswahlen. Ergebnis in Karlsruhe: 112.450 Stimmen für die NSDAP, 1.404 Stimmen dagegen, bei einer Wahlbeteiligung von 98,77%.

11. Juni

Adolf Mühlhäuser, Mitglied der Zeugen Jehovas, wird wegen Fortführung der verbotenen Sekte verhaftet. Er kommt 1940 im KZ Mauthausen ums Leben.

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1937

 

5. Februar

Gesamtverdunkelungsübung in Karlsruhe und Durlach.

30. April

Das Karlsruher Tagblatt muss sein Erscheinen einstellen.

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1938

 

17. Januar

Die neue Rheinbrücke wird für den Straßenverkehr freigegeben, ab 3. April auch für die Eisenbahn.

1. August

In Karlsruhe wird Dr. Oskar Hüssy Oberbürgermeister.

4. September

Die Firma Friedrich Hoelscher KG übernimmt das Warenhaus der jüdischen Geschwister Knopf. Die sogenannte „Arisierung“ jüdischer Geschäfte wird nach dem 10. November intensiviert.

28. Oktober

Verhaftung polnischer Juden und Abschiebung nach Polen. In Karlsruhe sind davon etwa 200 Personen betroffen.

9./10. November

In der Pogromnacht, der sogenannten „Reichskristallnacht“, werden von Nationalsozialisten die beiden Karlsruher Synagogen in Brand gesteckt. Zahlreiche jüdische Geschäfte werden zerstört. Die Nazis dringen in Wohnungen ein, verwüsten sie, werfen Möbel durch die Fenster auf die Straßen.
Ab dem frühen Morgen des 10. November werden alle männlichen Juden zwischen 16 und 60 Jahren in „Schutzhaft“ genommen. Durch eine johlende Menge von mehreren hundert Karlsruherinnen und Karlsruhern werden viele von ihnen über den Marktplatz in das Polizeipräsidium getrieben und dabei in zahlreichen Fällen misshandelt. In der folgenden Nacht werden etwa 400 - 500 Karlsruher Juden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.
Gegen Mittag fahren vier PKWs vor der Synagoge in der Grötzinger Krummestraße 15 (bis 1933 Synagogenstraße) vor, aus denen jeweils vier mit Beilen bewaffnete Männer aussteigen. Sie verwüsten die Synagoge und lassen von der Brandstiftung nur ab, weil die Anwohner der angrenzenden Grundstücke den Hinweis geben, dass ihre Grundstücke ebenfalls gefährdet seien.

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1939

 

Beginn des Baus von Luftschutzbunkern in den Außenbezirken. In der Innenstadt gibt es lediglich Hausschutzräume.

15. Januar

Die nach der Brandstiftung noch weitgehend intakte Synagoge in der Kronenstraße wird auf Kosten der jüdischen Gemeinde durch Anordnung der Stadtverwaltung abgerissen.

17. Mai

Hitler hält sich aus Anlass der Besichtigung der Westbefestigung in Karlsruhe auf, wo er im Hotel Germania am Ettlinger Tor (heute ECE-Center) mit dem Oberbefehlshaber des Heeres, Walter von Brauchitsch, zusammentrifft. Er übernachtet in seinem Sonderzug bei Eggenstein.

18. Juli

Probealarm mit Großsirenen.

27. August

Das Ernährungs- und Wirtschaftsamt am Rondellplatz ordnet die Verteilung von Lebensmittelkarten an.

2. Oktober

Hermann Böning, bis 1932 hauptamtlichter Leiter des KPD-Bezirks Karlsruhe, kommt auf dem Hohenasperg um, wo er seit 1935 eine Haftstrafe verbüßte. Als Todesursache wird ein Unfall angegeben. 

25. - 27. Oktober

Die Karlsruher Sinti und Roma werden im Polizeibezirksamt Hebelstraße festgehalten, bis sie zusammen mit anderen aus Südwestdeutschland in das Sammellager auf dem Hohenasperg bei Stuttgart gebracht werden. Vom Hohenasperg sollen die Sinti und Roma nach Polen übersiedelt werden.

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1940

 

11. Januar

Im ersten Urteil des Karlsruher Sondergerichts wegen Abhörens ausländischer Sender erhält Otto Beck eine zweijährige Gefängnisstrafe.

20. April

Die Bronzestatuen Badenia und Fidelitas, die vor dem Rathaus standen, werden mit den drei Giebelreliefs und weiteren Metallspenden, die viele Karlsruherinnen und Karlsruher zu Hitlers Geburtstag bei den Sammelstellen abgaben, eingeschmolzen.

16. Mai

Abtransport von etwa 200 Karlsruher Sinti und Roma auf den Hohenasperg. Von dort werden sie später in Ghettos, Arbeits- und Konzentrationslager in Polen deportiert. Die meisten von ihnen kommen dort um oder werden von den Nationalsozialisten ermordet.

3. Oktober

Der antisemitische Propagandafilm „Jud Süß“ startet im Kino „Capitol“, am „Platz der SA“, dem heutigen Festplatz.

22. und 23. Oktober

Die jüdischen Einwohner der damaligen Gaue Baden und Saarpfalz werden nach Frankreich deportiert. Diese zunächst geheim gehaltene Aktion wurde von den beiden Gauleitern Josef Bürckel und Robert Wagner geplant.
Über 6.500 Menschen mussten sich an diesen beiden Tagen, dem Abschluss des heiteren jüdischen Laubhüttenfestes „Sukkoth", zum Verlassen ihrer Heimat fertig machen. Oft ließ man ihnen dafür weniger als eine Stunde. Mitnehmen durften sie pro Person lediglich 50 kg Gepäck und nicht mehr als 100 Reichsmark. Einige entzogen sich durch Selbstmord der drohenden Verschleppung.
Dies alles geschah am Tag, unter den Augen der Öffentlichkeit. Zum Teil wurde sogar Beifall geklatscht. Nur sehr wenige ließen sich ihre Abscheu über dieses Verbrechen anmerken. Im Freiburger Polizeibericht heißt es lapidar: „Der Abtransport ging in aller Ordnung vor sich". Wagner und Bürckel meldeten nach Berlin, ihre Gaue seien nunmehr „judenfrei".

Die Aktion der beiden Gauleiter war durch das Waffenstillstandsabkommen nach dem Frankreichfeldzug im Juni 1940 möglich geworden. Es enthielt eine Klausel, nach der alle Juden französischer Staatsangehörigkeit aus der deutschen Besatzungszone in das unbesetzte Frankreich abgeschoben werden konnten. Die beiden Gauleiter, auch für das besetzte Gebiet zuständig, dehnten diese Bestimmung willkürlich und widerrechtlich auf die Juden ihrer Gaue im Reichsgebiet aus.

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1941

 

13. Januar

Anzeige gegen Ferdinand Maurath, Pfarrvikar von St. Peter und Paul in Mühlburg, wegen mehrerer ‚Delikte’, unter anderem wegen des Aufbewahrens von Büchern nichtreligiösen Inhalts in der Pfarrbibliothek und Versenden religiöser Schriften an die Front. Er wird verhaftet und verbüßt die gegen ihn ohne Prozess verhängte ‚Schutzhaft’ in verschiedenen Gefängnissen, ab August im Konzentrationslager Dachau.

Februar

Der Ingenieur Otto Hafner wird verhaftet. Er hatte bis 1938 etwa 30 Jüdinnen und Juden zur illegalen Ausreise nach Frankreich verholfen und bei seinen Reisen nach Paris Schriften deutscher Emigranten nach Karlsruhe gebracht. Er wird zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Danach bleibt er in ‚Schutzhaft’.

5. Juli

Auf zahlreichen Plätzen wird die Karlsruher Bevölkerung geschult, Brandbomben zu bekämpfen.

28. November

90 spanische Arbeiter treffen zum Arbeitseinsatz in Karlsruhe ein. Die Zahl der angeworbenen und die der gezwungenen, so genannten ‚Fremdarbeiter’, und der Kriegsgefangenen nimmt in den Karlsruher Firmen zu.

3. September

Großer Luftangriff fordert 73 Tote und 711 Verwundete.

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1943

 

24. März

Ab 24. März 1943 fand die von der Karlsruher Kriminalpolizeistelle organisierte Deportation von „Zigeunermischlingen“, „Rom-Zigeunern“ und „balkanischen Zigeunern“ nach Auschwitz für ganz Baden statt. (1)

Auszug aus dem Schreiben der Kriminalpolizeistelle Karlsruhe vom 10. März an den „Herrn Landrat“ mit beiliegendem Fahrplan Herbolzheim - Auschwitz:
Herbolzheim ab: 24.3.43, 16:41 Uhr
Offenburg an: 17:36 Uhr
Offenburg ab: 18:30 Uhr
Karlsruhe an: 20:34 Uhr
Karlsruhe ab: 25.3.43, 06:40 Uhr
Heilbronn...

Der Zug fuhr u.a. über Hof, Dresden, Gleiwitz und kam am 27.März 1943 nach Kattowitz:
Kattowitz an: 13:49 Uhr
Kattowitz ab: 13:59 Uhr
Auschwitz: an: 15:01 Uhr

Hier endet der Fahrplan.

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1944

 

28. Februar

Große Frauenkundgebung in der Festhalle zum Thema „Frauen helfen siegen!“

21. Juli

Reinhold Frank, Rechtsanwalt und Strafverteidiger politisch Verfolgter, wird am Tag nach dem gescheiterten Attentatsversuch auf Hitler durch Graf v. Stauffenberg in seiner Karlsruher Wohnung verhaftet. Er gehört als „politischer Unterbeauftragter“ für Baden zum Widerstandskreis um Carl Goerdeler. Nachdem der Volksgerichtshof ihn zum Tode verurteilt hat, findet am 23. Januar 1945 die Hinrichtung in Berlin statt.

August

Ab August häufen sich die Luftangriffe auf Karlsruhe; besonders betroffen sind die Innenstadt und die Industrieanlagen.

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1945

 

8. Januar

Der Führer, seit dem 1. September 1944 einzige Zeitung, wird nicht mehr zugestellt, sondern muss in den Lebensmittelgeschäften abgeholt werden. Die letzte Ausgabe erscheint am 3. April 1945.

22. Januar

Einstellung des gesamten D-Zug- und Eilzugverkehrs im Raum Karlsruhe.

11. Februar

Vereidigung der Karlsruher Volkssturmbataillone, die seit September 1944 formiert wurden.

20. März

Deutsche Pioniere sprengen die Rheinbrücke.

31. März

Deutsche Pioniere sprengen verschiedene Brücken, darunter auch die Wolfartsweierer Autobahnbrücke.

1. April

Volkssturm und russische Kriegsgefangene schließen die seit Dezember 1944 zur Verteidigung errichteten Barrikaden um die Innenstadt.

3. April

Oberstleutnant Ernst Linke entschließt sich, entgegen eines Befehls, zur kampflosen Räumung der Stadt. Dadurch verhindert er – entgegen dem Willen der örtlichen NSDAP-Führung – die weitere Zerstörung von Verkehrseinrichtungen durch die Wehrmacht.

4. April

Französische Verbände besetzen die Stadt ohne größere Widerstände durch Volkssturm, Hitlerjugend und Polizei.

5. April

Die französischen Kräfte lassen durch deutsche Kriegsgefangene und arbeitsfähige Karlsruher die Barrikaden entfernen. Josef Heinrich wird zum kommissarischen Bürgermeister ernannt.

15./22. April

Die französischen Kräfte setzen ehemalige NSDAP-Mitglieder in der Knielinger Kaserne fest und bringen etwa 500 Gefangene in Fußmärschen nach Offenburg, wo sie mehrere Wochen interniert bleiben.

30. April

Gauleiter Wagner befiehlt, die Stadt Karlsruhe mit allen Mitteln zu verteidigen.

12. Mai

Illegales Treffen von SPD-Anhängern im Rathaus an der Beiertheimer Allee (heute Polizeipräsidium). Am 21. September wird Fritz Töpper zum 1. Vorsitzenden gewählt.

8. Mai

Offizielles Kriegsende in Europa.

9. Mai

Bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches.

16. Mai

Der Stadtrat wird neu zusammengesetzt und Rechtsanwalt Dr. Hermann Veit wird der erste Karlsruher Oberbürgermeister der Nachkriegszeit.

30. Mai

Erste Teilstrecke der Straßenbahn zwischen Weinweg und Kühler Krug wird wieder in Betrieb genommen.

Juni

Die Umbenennung von Straßen, Plätzen und Schulen wird zum größten Teil rückgängig gemacht.

8. Juli

Gemäß dem alliierten Zonenabkommen übernimmt die amerikanische Armee Karlsruhe.

18. Juli

In den Räumen der Bezirksverwaltung Südstadt findet illegal eine Gründungsversammlung des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes Karlsruhe statt. Auf einer offiziell genehmigten Sitzung am 27. August 1945 wird Karl Flößer zum 1. Vorsitzenden gewählt.

23. Juli

Die Lebensmittelzuteilung erreicht mit 775 Kalorien pro Tag einen Tiefststand.

4. August

Der Sozialdemokrat Hermann Veit wird in sein Amt als Oberbürgermeister eingeführt. Er wurde von den ehemaligen demokratischen Parteien vorgeschlagen.

14. August

Im Ständehaus wird die Vorläuferorganisation der CDU, die Christlich-Demokratische-Partei (CDP) gegründet und Adolf Kühn zum 1. Vorsitzenden gewählt.

19. September

Die amerikanische Militärverwaltung bildet das Land Baden-Württemberg. Karlsruhe verliert seine Landeshauptstadtrolle. Die Stadtverwaltung richtet eine Beratungsstelle für rassisch und politisch Verfolgte ein.
Die Sowjetunion richtet in der Maxauer Straße 3 ein Büro zur Rückführung der russischen Zwangsarbeiter ein.

23. September

Die im „Hirsch“ in Daxlanden wieder gegründete KPD führt in den Rheingold-Lichtspielen eine erste öffentliche Versammlung durch. Karl Betz wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

9. Oktober

Bei der Gründungsversammlung der Demokratischen Partei (später VP/FDP) wird Prof. Albert Kessler zum 1. Vorsitzenden gewählt.

12. November

Die schlechte Stromversorgung erzwingt an zwei Wochentagen eine völlige Stromsperrung von 8 - 17 Uhr.

19. November

Aufhebung der Arbeitsdienstverpflichtung für NSDAP-Mitglieder nach Abschluss der Trümmerräumung in den Hauptverkehrsstraßen und auf den Gehwegen.

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Quellen für diese Liste der Ereignisse waren u.a.:
(1) vgl. http://ka.stadtwiki.net und Asche, Susanne; Bräunche, Ernst Otto; Koch, Manfred; Schmitt, Heinz; Wagner, Christina: Karlsruhe. Die Stadtgeschichte. Karlsruhe 1998.
(2) Stolle, Michael: Die Geheime Staatspolizei in Baden - Personal, Organisation, Wirkung und Nachwirken einer regionalen Verfolgungsbehörde im Dritten Reich. Konstanz 2000
Krausnick, Michail: Abfahrt Karlsruhe. Die Deportation der Karlsruher Sinti und Roma -
ein unterschlagenes Kapitel aus der Geschichte unserer Stadt. Karlsruhe 1990, S. 44 ff.
Asche, Susanne; Bräunche, Ernst Otto; Koch, Manfred: Aufstieg der NSDAP und Widerstand. Vorträge zur Stadtgeschichte. Karlsruhe, 1993.
Werner, Josef: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich. Karlsruhe, 1990.
Kranich, Kurt: Karlsruhe - Schicksalstage einer Stadt, Karlsruhe 1973.

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